Was ist guter Auslandstierschutz?

Hundeimport
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hat hier Informationen rund um den Auslandstierschutz in ein Merkblatt zusammengefasst. Hier finden sie alles vom Transport über die Haltung im Ausland
Hundeimporte-TVT.pdf
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Bei dem Thema Auslandstierschutz scheiden sich die Geister. Wir finden Auslandstierschutz ist wichtig und auch sinnvoll. Allerdings gibt es da einige Dinge zu beachten.

 

Auslandstierschutz kann nur sinnvoll sein, wenn darauf hin gearbeitet wird, dass die Menschen Vorort mit in den Tierschutz eingebunden werden.

Es muss sehr viel Aufklärungsarbeit gemacht werden, denn nicht jeder der seinen Hund in der Perrera abgibt ist sich bewusst, das der Hund nach einer gewissen Zeit getötet wird.

 

Einige Vereine sammeln immer wieder Spendengelder für Kastrations- programme. Grundsätzlich sind das  gute Projekte, aber man sollte dann darauf achten, dass diese Vereine auch Verträge mit den Gemeinden haben, damit die kastrierten Hunde nicht wieder eingefangen werden und zu guter letzt doch noch in einer Perrera landen. Es sollte für die Vereine kein Problem darstellen, solche Verträge vorzulegen oder im optimalen Fall auf der eigenen Hompage bereits veröffentlicht haben. Auch sollte eine gewisse Transparenz vorhanden sein, was gespendete Gelder und kastrierte Hunde betrifft. Auch hier haben seriös arbeitende Vereine kein Problem, dieses auf einer Hompage zu veröffentlichen oder ihnen auf Nachfrage Unterlagen zu kommen zu lassen.

 

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist, dass die Vereine ein eigenes Tierheim oder je nach größe des Vereins eine eigene Pension betreiben. Das schafft je nach Größe Arbeitsplätze für die Einheimischen.

Ein eigenes Tierheim ist deshalb sehr wichtig, um zu verhindern, dass keine kranken Tiere nach Deutschland einreisen können. Denn die Tiere welche in die Perrera kommen oder direkt bei der vereinseigenen Heimen abgegeben werden, haben meist keine Impfungen und wurden auch nicht so gut medizinisch betreut wie es in Deutschland üblich ist. Daher können sie Krankheiten haben, die man nicht gleich erkennen kann. In diesen Tierheimen werden die Hunde dann medizinisch betreut und untersucht, die noch fehlenden Impfungen werden gemacht. Wenn es eine Pflegestelle oder sogar ein Interessenten in Deutschland gibt, kann der Hund dann einreisen.

 

Dann kommen wir zum nächsten nicht minder wichtigeren Thema;

dem Transport nach Deutschland.

Auch hier scheiden sich die Geister und das mit Recht. Es sind in letzter Zeit sehr viele Hundetransporte kontrolliert worden. Aktuell ist ein Pet Line Transport kontrolliert worden, den Beitrag finder sie hier .

Einige Vereine bringen ihre Hunde mit einem Flugpaten nach Deutschland. Die Transportdauer ist im gegensatz zum Landtransport von der Zeit erheblich kürzer, aber jedem sollte klar sein, dass auch ein solcher Transport Stress für den Hund bedeutet. Wenn es ein kleiner Hund ist kann es sein, dass er mit in den Passagierraum darf, meist kommen die Hunde aber in den Frachtraum dort ist es dunkel und kalt. Auch sollten sie wenn sie sich als Flugpate zur Verfügung stellen, genau von dem Verein aufgeklärt werden, denn da gibt es einige rechtliche Sachen zu beachten. Mehr zum Thema Flugpaten finden sie hier.

Der Landtransport ist auch eine Variante, die gerne von Tierschutzvereinen  genutzt wird. Bitte Fragen sie hier genau nach, wer die Tiere transportiert. Der Verein sollte ihnen da ausführlich Auskunft erteilen, auch über die Haltepunkte und die Uhrzeit. Nehmen sie sich die Zeit und fahren sie selbst hin um sich ein Bild vom Transport zu verschaffen.

Der Verein sollte sie auch ausführlich aufklären, was auf sie mit einem Hund aus dem Ausland zukommen kann. Meist ist es so, dass die Hunde keine Innenräume kennen und auch nicht stubenrein sind. Auch die ganzen Umwelteinflüsse können neu für den Hund sein. Man kann sagen sie sollten sich darauf einstellen, dass sie, egal wie alt der Hund ist, einen Hund bekommen, dem sie wie einem Welpen alles ganz langsam beibringen müssen.

 

Fazit:

Guter Auslandstierschutz ist NICHT jede Menge Hunde nach Deutschland zu schaffen, sondern in der Haupsache Tierschutz vor Ort zu betreiben!

 

 

 

 

So könnte sinnvoller Tierschutz vor Ort aussehen

Es werden immer wieder Hunde aus den verschiedenen Perreras in Spanien, von deutschen Tierschützer herrausgeholt. Leider sehen die Tierschützer nicht, oder wollen es nicht sehen, dass sie damit nicht wirklich sinnvollen Tierschutz betreiben. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

Perreras sind Gewerbebetriebe sie leben davon!

Und natürlich sind die Einnahmen von Ausländischen Tierschützer, die dort Tiere frei kaufen einkalkuliert, und nicht gerade eine schlechte Einnahme Quelle.

Ziel muss sein:


Einheimische Tierschützer zu unterstützen das sie vor Ort ein Tierheim errichten können!

Es müssen Kontakte zur Regierung aufgebaut werden, um langfristig eine Änderung herbei zu führen!

 

Man kann darauf hinarbeiten das die Einheimischen ihre Hunde dann nicht mehr in die Tötung bringen, sondern lieber in so eine Einrichtung die von dort ansässigen Tierschützer geführt wird.

 

Jetzt kommt mit Sicherheit von einigen der Satz: "und was ist mit denen die jetzt in der Tötung sitzen, die haben Pech oder was"

Tja was soll man dazu sagen?!

Da Fragen wir doch einfach mal: "was ist mit den Hunden die ihr nicht mitnehmen wolltet oder konntet?!"

Dies ist alles Augenwischerrei, es werden NIEMALS alle Hunde gerettet werden können, wenn sich an der Art des Tierschutzes nichts ändert!

 

Wir hoffen immer noch das der ein oder andere sich mal Gedanken darüber macht.

 

Denn Fakt ist: die Anzahl an Tieren die auch weiterhin im Ausland sterben müssen, wenn die Art des Tierschutzes sich nicht ändert, wird wesentlich höher sein, wie wenn man einlenkt und direkt vor Ort investiert und mit den Einheimischen zusammenarbeitet!

 

 

Mittlerweile ist der Auslandstierschutz ein recht lukrativer Markt für einige Vereine die sich dann "Tierschützer" nennen. Gerade in der letzten Zeit häufen sich immer  wieder negative Vorfälle in Zusammenhang mit Vereinen. Wir werden einige Fälle nach abgeschossener Recherche hier beleuchten, es ist erschrecken was alles unter dem Deckmantel Tierschutz praktiziert wird und wurde.

 

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1 Kommentar

  • #1

    Andrea(Mittwoch, 11 November 2009 06:24)

    O.G.Fazit ist sehr wichtig. Bloß man sollte dabei auch wieder die andere Seite sehen.... (so gelesen im Forum bei zooplus...Hundehölle in Apulien/Italien (http://www.tierarztblog.com/2009/09/25/hundeholle-apulien-tierschutz-cicto-tierarzte-im-einsatz/), wo Tierheime nur so aus dem Boden geschossen sind, um weiterhin Straßehunde zu züchten, und sie dann wieder zu hunderten auszusetzen, damit das Straßenbild "Straßenhunde" erhalten bleibt. Dabei geht es um Millionengeschäfte. Und so etwas wird in der EU nicht bekämpft. Es ist so unendlich traurig, dass mit dem Elend und der Qual der Tiere und dem Mitleid vieler Menschen so viel Schund betrieben wird.

    Andrea

  • #2
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